Princeton Reverb Killer 

 

Einer der gesuchtesten Vintage Fender Amps mit Hall ist der kleine Blackface Fender 

Wegen der heute im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren wesentlich leistungsfähigeren PA Anlagen, werden die Backline Verstärker eher kleiner. Dem Trend zu kleineren Verstärkern folgend, gilt der Princeton Reverb als einer der heute meist gesuchten vintage Fender Amps.

Trotz seiner im Vergleich zu den grossen Brüdern nur einkanaligen Bauweise hat dieser Röhrenverstärker alles an Board, was den Typischen Fender Sound der frühen 60er Jahre ausmacht - dazu der grossartige "nasse" Federhall wie wir Ihn von vielen alten Aufnahmen kennen.

Bild : Princeton Reverb Killer mit Canadian Maple Cabinet

Ergänzt wird der Effekt durch das "tiefgründige" Tremolo, das die Cinema Freunde unter uns  von der  Filmmusik zu  "From Dusk Till Dawn" kennen.

  Leo Fender ist ja bekannt für die Einführung industrieller Produktionstechniken im Gitarrenbau.

Bekanntestes Beispiel sind die  an den Body geschraubten , untereinander austauschbaren Hälse der Stratocaster und Telecaster Gitarren. 

Man kann Ihn zurecht als einen aufmerksamen  Schüler von Henry Ford bezeichnen.  Ähnlich hoher Grad an Modularisierung und eine ähnliche Modellpolitik kennen wir heute vielleicht von den Auto Herstellern. 

Im Verstärkerbau ist die Modularisierung vor allem ab 1963 bei den  den Blackface Modellen  zu beachten:

Vom Deluxe Reverb, über den Vibrolux bin hin zu Twin sind die  die Vorstufen untereinander sehr ähnlich.

Bild : Handwired Inside : Aufbau des Preamp beim Princeton Reverb Killer

Nur die Endstufen und die Anpassungen an den Frequenzgang der jeweiligen Speakerbestückung sind verschieden. 

Man kann fast von einer Standard - Fenderschaltung sprechen, die an das entsprechende Amp Modell angepsast, gecustomized oder parametrisiert wird.

Ausnahmen sind das Champ Modell, mit der einen Endröhre. Und die Princeton  und Prineton Reverb Modelle, die eher einer  "abgesägten" AB 763 Schaltung entsprechen. da in dem Falle nur ein Kanal statt 2 Kanäle zur Verfügung steht.

Fender hat den Princeton Reverb ein Jahre später auf dem Markt eingeführt und als Übungsverstärker mit dem sehr populären Hall etwas unterhalb des Deluxe Reverb positioniert. 

Duch die Ausstattung mit dem 10 Zoll Lautsprecher und die Bestückung der Endstufe mit einem recht kleinen Ausgangsübertrager wurde ein gewisser "Abstand" zu grössereren Modell Deluxe Reverb unterstrichen. Sicher in erster Linie aus Gründen der Marktpositionierung.

Viele alte Fender Princeton wurden von Ihren Besitzern  mit 12 Zoll Lautsprechern nachträglich  ausgestattet, damit zeigt der Princeton was in Ihm steckt. 

Allerdings sind diese Verstärker dann nicht mehr im Original Zustand, was eine gewisse Wertminderung bedeutet.

 Daher empfiehlt sich für den Einsatz eines 12 Zoll Lautsprechers ein Nachbau Verstärker.

Sie  verbinden die Mehrleistung im Bass des 12 Zoll Lautsprechers mit dem kompakten und handlichem Gehäuse des Princeton Reverb.

Heute ist ein gutes Angebot an Bezugsstoffen erhältlich, dadurch  sind auch individuelle Farbwünsche möglich.

Beispiel: The Mojo Farmer - ein grüner Themenamp auf Princeton Reverb Basis

Ein idealer Amp für kleinere Clubs, und aufgrund seiner guten Ausstattung mit Hall und Tremolo vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser.

Da alle Funktionen mit Röhren betrieben werden, ist der Hall und das Tremolo preiswerteren Verstärkern und Pedalen in der Dynamik- Range weit überlegen. 

Viel Spass mit dem Amp für die Insel.